Kostenlose Mutterschutz-Vorlage · DGUV-konform

Gefährdungsbeurteilung Schwangerschaft & Mutterschutz — kostenlos erstellen

Das MuSchG fordert eine anlassunabhängige GBU für alle Arbeitsplätze. Nutzen Sie unsere Vorlagen oder erstellen Sie Ihre GBU mit KI-Unterstützung — bevor die Schwangerschaft gemeldet wird.

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Gefährdungsbeurteilung Mutterschutznach § 5 ArbSchG · alle Berufsgenossenschaften
  • Heben & TragenRisiko hoch

    Hebehilfen und Transportwagen einsetzen, Lasten in kleinere Gebinde aufteilen

  • GefahrstoffeRisiko hoch

    Ersatzstoffe ohne reproduktionstoxische Einstufung suchen, geschlossene Systeme nutzen

  • Biologische GefährdungenRisiko hoch

    Sichere Instrumente und Schutzeinrichtungen gegen Stich- und Kontaktinfektionen einsetzen

  • Physische BelastungRisiko mittel

    Sitzgelegenheiten, Stehhilfen und einen Raum zum Hinlegen bereitstellen

Auszug aus der Vorlage · 6 Gefährdungen · 18 Schutzmaßnahmen

Überblick

Gefährdungsbeurteilung Mutterschutz: das Wichtigste in Kürze

Eine Gefährdungsbeurteilung nach Mutterschutzgesetz muss jeder Arbeitgeber für jede Tätigkeit erstellen, unabhängig davon, ob aktuell eine Schwangerschaft gemeldet ist; sie hält fest, ob für Schwangere oder Stillende keine Schutzmaßnahmen, eine Umgestaltung der Arbeitsbedingungen oder keine Weiterbeschäftigung an diesem Arbeitsplatz erforderlich sind. Grundlage ist § 10 MuSchG, die Dokumentationspflicht ergibt sich aus § 14 MuSchG.

Der Mutterschutz folgt einem zweistufigen Ablauf: Die anlassunabhängige Beurteilung erfolgt vorab als Teil der allgemeinen Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG. Teilt eine Beschäftigte ihre Schwangerschaft oder Stillzeit mit, setzt der Arbeitgeber die vorab festgelegten Schutzmaßnahmen unverzüglich um und bietet ihr ein Gespräch über weitere Anpassungen an. Dabei gilt eine feste Rangfolge: zuerst Umgestaltung des Arbeitsplatzes, dann Arbeitsplatzwechsel, erst zuletzt ein betriebliches Beschäftigungsverbot (§ 13 MuSchG).

Zusätzlich sind die Aufsichtsbehörde über die Schwangerschaft zu benachrichtigen und alle Beschäftigten über das Ergebnis der Beurteilung zu informieren.

Gefährdungen & Maßnahmen

Typische Gefährdungen: Mutterschutz

Die 6 wichtigsten Gefährdungen mit Risikoeinschätzung und Schutzmaßnahmen nach dem STOP-Prinzip. Diese Einträge sind in der Vorlage bereits vorbefüllt.
GefährdungRisikoSchutzmaßnahmen (STOP)
Heben & TragenSchwere Lasten über 5 kg regelmäßig oder 10 kg gelegentlich sind für Schwangere verboten.Risiko hoch
  • Hebehilfen und Transportwagen einsetzen, Lasten in kleinere Gebinde aufteilen
  • Tätigkeiten mit Lastenhandhabung bei Schwangerschaft im Team umverteilen
  • Gewichtsgrenzen nach § 11 MuSchG in Unterweisung und Gespräch erläutern
GefahrstoffeViele Chemikalien sind für Schwangere tabu — CMR-Stoffe, Lösungsmittel, bestimmte Desinfektionsmittel.Risiko hoch
  • Ersatzstoffe ohne reproduktionstoxische Einstufung suchen, geschlossene Systeme nutzen
  • Gefahrstoffverzeichnis auf Gefahrenhinweise H360, H361 und H362 auswerten
  • Tätigkeiten mit kritischen Stoffen nach Mitteilung sofort neu zuweisen
Biologische GefährdungenInfektionsrisiken durch Krankheitserreger — besonders relevant in Pflege, Kita und Labor.Risiko hoch
  • Sichere Instrumente und Schutzeinrichtungen gegen Stich- und Kontaktinfektionen einsetzen
  • Immunstatus etwa zu Röteln oder Windpocken über den Betriebsarzt klären
  • Kontakt zu potenziell infektiösen Personen bei fehlender Immunität vermeiden
Physische BelastungLanges Stehen (über 4h), Zwangshaltungen, Akkordarbeit — alles eingeschränkt oder verboten.Risiko mittel
  • Sitzgelegenheiten, Stehhilfen und einen Raum zum Hinlegen bereitstellen
  • Kein Akkord- oder Fließbandtempo, kurze Unterbrechungen jederzeit ermöglichen
  • Gesprächsangebot nutzen, um individuelle Beschwerden früh zu erkennen
ArbeitszeitNachtarbeit, Überstunden, Sonn- und Feiertagsarbeit sind für Schwangere grundsätzlich verboten.Risiko mittel
  • Dienstpläne so gestalten, dass keine Arbeit zwischen 20 und 6 Uhr anfällt
  • Mehrarbeit über 8,5 Stunden täglich ausschließen
  • Ausnahmen bis 22 Uhr nur mit Einverständnis und behördlicher Genehmigung
Psychische BelastungStress, Zeitdruck, Konflikte — auch psychische Gefährdungen müssen für Schwangere berücksichtigt werden.Risiko mittel
  • Ruhige Arbeitsbereiche und Rückzugsmöglichkeiten schaffen
  • Zeitdruck senken, Vertretung und Aufgabenverteilung frühzeitig planen
  • Regelmäßige Gespräche über die Belastung anbieten

Rechtsgrundlagen

Warum die Mutterschutz-GBU Pflicht ist

Seit 2018 müssen Arbeitgeber für ALLE Arbeitsplätze eine anlassunabhängige Mutterschutz-Gefährdungsbeurteilung erstellen — also bevor eine Schwangerschaft gemeldet wird. Das Mutterschutzgesetz (MuSchG) verlangt, dass Gefährdungen für Schwangere und Stillende im Voraus erkannt und Schutzmaßnahmen festgelegt werden. Viele Arbeitgeber wissen nicht, dass diese Pflicht unabhängig davon besteht, ob aktuell eine Mitarbeiterin schwanger ist.
  • MuSchG § 10Beurteilung der Arbeitsbedingungen

    Verpflichtet zur anlassunabhängigen Beurteilung jeder Tätigkeit sowie zur unverzüglichen Umsetzung von Schutzmaßnahmen nach Mitteilung der Schwangerschaft.

  • MuSchG §§ 11, 12Unzulässige Tätigkeiten und Arbeitsbedingungen

    Listen Gefährdungen auf, denen Schwangere bzw. Stillende nicht ausgesetzt werden dürfen, etwa bestimmte Gefahrstoffe, Biostoffe und körperliche Belastungen.

  • MuSchG §§ 4 bis 6Arbeitszeitschutz

    Begrenzen Mehrarbeit und schränken Nachtarbeit sowie Sonn- und Feiertagsarbeit ein; Ausnahmen sind an Voraussetzungen gebunden.

  • MuSchG § 13Rangfolge der Schutzmaßnahmen

    Legt fest, dass Umgestaltung vor Arbeitsplatzwechsel und beides vor einem betrieblichen Beschäftigungsverbot kommt.

  • MuSchG §§ 14, 27Dokumentation, Information und Mitteilung

    Fordern die Dokumentation der Beurteilung, die Information aller Beschäftigten und die Benachrichtigung der Aufsichtsbehörde.

Checkliste

Checkliste für die Begehung: Mutterschutz

Diese Punkte sollten Sie vor Ort prüfen und in der Gefährdungsbeurteilung dokumentieren.
  • Für jede Tätigkeit liegt eine dokumentierte anlassunabhängige Mutterschutzbeurteilung vor
  • Alle Beschäftigten wurden über das Ergebnis der Beurteilung informiert
  • Ein Raum zum Hinlegen und Ausruhen steht zur Verfügung
  • Das Gefahrstoffverzeichnis ist auf reproduktionstoxische Stoffe ausgewertet
  • Der Ablauf nach Mitteilung einer Schwangerschaft ist schriftlich festgelegt
  • Die Benachrichtigung an die Aufsichtsbehörde ist vorbereitet
  • Schicht- und Dienstpläne berücksichtigen Nacht- und Mehrarbeitsgrenzen
  • Stillzeiten und ein geeigneter Ort zum Stillen sind geregelt

Vorgehen

So erstellen Sie die GBU für Mutterschutz

  1. 1

    Jede Tätigkeit vorab beurteilen

    Prüfen Sie alle Tätigkeiten auf die Gefährdungen nach §§ 11 und 12 MuSchG und ordnen Sie jede einer der drei Ergebniskategorien zu.

  2. 2

    Ergebnis dokumentieren und informieren

    Halten Sie Beurteilung und vorgesehene Schutzmaßnahmen nach § 14 MuSchG fest und informieren Sie alle Beschäftigten über das Ergebnis.

  3. 3

    Nach Mitteilung sofort handeln

    Setzen Sie die vorgesehenen Maßnahmen unverzüglich um, bieten Sie der Beschäftigten ein Gespräch an und benachrichtigen Sie die Aufsichtsbehörde.

  4. 4

    Rangfolge einhalten, Verlauf prüfen

    Wählen Sie Maßnahmen in der Reihenfolge des § 13 MuSchG und überprüfen Sie diese im Verlauf der Schwangerschaft und erneut für die Stillzeit.

Weiterlesen · Besondere Personengruppen

Verwandte Vorlagen und Betriebsanweisungen

Häufige Fragen

Fragen und Antworten zur Mutterschutz-GBU

Wann muss die Mutterschutz-GBU erstellt werden?

Die anlassunabhängige Beurteilung muss für alle Arbeitsplätze vorliegen, BEVOR eine Schwangerschaft gemeldet wird. Dies ist seit 2018 Pflicht nach §10 MuSchG.

Was ist bei einer Schwangerschaftsmeldung sofort zu tun?

Die vorhandene GBU muss angepasst, das Gespräch mit der Mitarbeiterin geführt und ggf. Schutzmaßnahmen oder ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen werden.

Ist das Tool wirklich kostenlos?

Ja. Die erste GBU inklusive PDF-Download ist vollständig kostenlos — ohne Anmeldung. Mit einem kostenlosen Account können Sie bis zu 10 GBUs verwalten.

Kann ich die GBU selbst bearbeiten?

Ja. Alle Inhalte — ob aus Vorlagen oder KI-generiert — sind vollständig editierbar. Sie passen Gefährdungen, Maßnahmen und verantwortliche Personen direkt im Tool an.

Wann darf der Arbeitgeber ein betriebliches Beschäftigungsverbot aussprechen?

Erst wenn eine unverantwortbare Gefährdung weder durch Umgestaltung der Arbeitsbedingungen noch durch einen zumutbaren Arbeitsplatzwechsel ausgeschlossen werden kann. Die Beschäftigte erhält dann Mutterschutzlohn vom Arbeitgeber. Diese Kosten werden im Umlageverfahren U2 erstattet.

Gilt die Mutterschutz-Beurteilung auch für stillende Mitarbeiterinnen?

Ja. § 12 MuSchG regelt eigene unzulässige Tätigkeiten für Stillende, etwa mit Stoffen, die über die Muttermilch schaden können. Einige Beschränkungen für Schwangere, wie die Grenzen beim Heben, gelten in der Stillzeit dagegen nicht. Die Beurteilung sollte daher bei Rückkehr aus der Elternzeit für die Stillzeit gesondert überprüft werden.

Zuletzt fachlich aktualisiert am . Die Inhalte orientieren sich an den Vorgaben von alle Berufsgenossenschaften und den aktuellen DGUV-Regeln. Sie ersetzen nicht die Beurteilung der konkreten Arbeitsbedingungen in Ihrem Betrieb.

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„Aufgrund der umfangreichen KI Unterstützung ist die Zeitersparnis bei den dokumentarischen Aufgaben des Arbeitsschutzes enorm. Es ist auch für Mitarbeitende mit wenig Erfahrung in diesen Bereichen leicht sich in dem Programm und mit den Themen zurechtzufinden.“
Lukas · Leitung ServiceabteilungNordWest Fahrzeugmanufaktur GmbH

AMS-Pro hat uns von Anfang an begeistert.

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