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Gefährdungsbeurteilung Kita — kostenlos erstellen

Kitas und Kindergärten haben spezielle Risiken. Nutzen Sie unsere branchenspezifischen Vorlagen oder erstellen Sie Ihre GBU mit KI-Unterstützung — Infektionsschutz, Heben von Kindern, Lärm inklusive.

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Gefährdungsbeurteilung Kitanach § 5 ArbSchG · BGW
  • InfektionskrankheitenRisiko hoch

    Händedesinfektion und Waschplätze mit Einmalhandtüchern in Wickel- und Sanitärbereichen

  • Heben von KindernRisiko mittel

    Wickeltische mit Treppe oder Höhenverstellung anschaffen

  • LärmRisiko mittel

    Schallabsorbierende Decken und Wandpaneele in Gruppenräumen einbauen

  • ErgonomieRisiko mittel

    Erwachsenengerechte Stühle mit Rollen und höhenverstellbare Tische bereitstellen

Auszug aus der Vorlage · 6 Gefährdungen · 18 Schutzmaßnahmen

Überblick

Gefährdungsbeurteilung Kita: das Wichtigste in Kürze

Die Gefährdungsbeurteilung für eine Kita erstellt der Träger der Einrichtung; sie muss Infektionsgefährdungen nach BioStoffV, Heben und Tragen von Kindern, Lärm in Gruppenräumen, Arbeiten an Kindermobiliar, psychische Belastung und Sturzgefahren im Haus und Außengelände berücksichtigen. Zusätzlich ist jeder Arbeitsplatz nach § 10 MuSchG auf Gefährdungen für Schwangere zu prüfen.

Der Mutterschutz spielt in Kitas eine besonders große Rolle, weil Kinderkrankheiten wie Röteln, Ringelröteln, Windpocken oder Zytomegalie das ungeborene Kind schädigen können. Die Beurteilung sollte daher schon vor einer Schwangerschaft festlegen, welche Immunität nachgewiesen werden muss und welche Tätigkeiten sonst einzuschränken sind.

Daneben verlangt § 36 IfSG einen Hygieneplan für Gemeinschaftseinrichtungen. Beschäftigte müssen nach dem Masernschutzgesetz einen Nachweis über Masernimpfung oder Immunität vorlegen. Die Pflichtvorsorge nach ArbMedVV umfasst bei der Betreuung von Vorschulkindern Erreger wie Masern, Mumps, Röteln, Windpocken und Keuchhusten.

Gefährdungen & Maßnahmen

Typische Gefährdungen: Kita

Die 6 wichtigsten Gefährdungen mit Risikoeinschätzung und Schutzmaßnahmen nach dem STOP-Prinzip. Diese Einträge sind in der Vorlage bereits vorbefüllt.
  • Infektionskrankheiten

    Risiko hoch

    Hand-Fuß-Mund, Windpocken, Magen-Darm — enger Kontakt mit Kindern erhöht das Infektionsrisiko erheblich.

    • Händedesinfektion und Waschplätze mit Einmalhandtüchern in Wickel- und Sanitärbereichen
    • Hygieneplan umsetzen, erkrankte Kinder nach IfSG vom Besuch ausschließen
    • Einmalhandschuhe beim Wickeln, Impfangebot über Pflichtvorsorge
  • Heben von Kindern

    Risiko mittel

    Kleinkinder hochheben, wickeln, trösten — die Belastung für Rücken und Schultern ist enorm.

    • Wickeltische mit Treppe oder Höhenverstellung anschaffen
    • Kinder zum selbständigen Hochklettern anleiten statt sie zu heben
    • Unterweisung zu rückengerechtem Heben und Tragen
  • Lärm

    Risiko mittel

    Gruppenräume, Spielbereiche, Musikstunden — Dauerlärm belastet Gehör und Psyche der Erzieher.

    • Schallabsorbierende Decken und Wandpaneele in Gruppenräumen einbauen
    • Laute und ruhige Aktivitäten zeitlich und räumlich trennen
    • Lärmpausen einplanen, ggf. Gehörschutz-Otoplastiken anbieten
  • Ergonomie

    Risiko mittel

    Kinderstühle, niedrige Tische, Bücken — nicht kindgerechtes Mobiliar belastet die Erwachsenen.

    • Erwachsenengerechte Stühle mit Rollen und höhenverstellbare Tische bereitstellen
    • Arbeitsplätze für Dokumentation und Vorbereitung auf Erwachsenenhöhe einrichten
    • Wechsel zwischen Sitzen auf Kinderhöhe und aufrechter Haltung fördern
  • Psychische Belastung

    Risiko mittel

    Verantwortung, Elternarbeit, Personalmangel — psychische Gefährdungen sind in Kitas besonders ausgeprägt.

    • Betreuungsschlüssel und Vertretungsregelungen verlässlich planen
    • Verfügungszeiten für Vorbereitung und Elternarbeit fest einplanen
    • Teamsupervision und Fortbildung zu schwierigen Elterngesprächen anbieten
  • Stolper- & Sturzgefahr

    Risiko mittel

    Spielzeug auf dem Boden, nasse Bereiche, Außengelände — Sturzverletzungen sind häufig.

    • Rutschhemmende Bodenbeläge in Sanitär- und Eingangsbereichen
    • Aufräumregeln mit Kindern etablieren, Außengelände regelmäßig kontrollieren
    • Geschlossene, rutschfeste Schuhe für Beschäftigte empfehlen

Rechtsgrundlagen

Warum Kitas eine eigene GBU brauchen

Erzieherinnen und Erzieher sind vielfältigen Gefährdungen ausgesetzt: Infektionskrankheiten durch engen Kontakt mit Kindern, Rückenprobleme durch Heben und Bücken, Lärmbelastung in Gruppenräumen und psychische Belastung durch Personalmangel und hohe Verantwortung. Die BGW als zuständige Berufsgenossenschaft fordert eine vollständige, arbeitsplatzspezifische Gefährdungsbeurteilung.
  • BioStoffVBiostoffverordnung

    Verlangt die Beurteilung von Infektionsgefährdungen durch engen Körperkontakt, Wickeln und Ausscheidungen.

  • MuSchGMutterschutzgesetz

    Fordert die vorsorgliche Beurteilung, ob Schwangere bei Infektionsrisiken ohne Immunität weiter betreuen dürfen.

  • IfSGInfektionsschutzgesetz

    Verlangt einen Hygieneplan nach § 36 und den Masernschutznachweis für Beschäftigte in Kitas.

  • ArbMedVVVerordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge

    Schreibt Pflichtvorsorge mit Impfangebot für Tätigkeiten in der vorschulischen Kinderbetreuung vor.

  • ASR A3.7Lärm

    Gibt Anforderungen an die Raumakustik vor, die in Gruppenräumen besonders relevant sind.

Checkliste

Checkliste für die Begehung: Kita

Diese Punkte sollten Sie vor Ort prüfen und in der Gefährdungsbeurteilung dokumentieren.
  • Hygieneplan nach § 36 IfSG aktuell und für alle zugänglich
  • Masernschutznachweis aller Beschäftigten dokumentiert
  • Pflichtvorsorge nach ArbMedVV veranlasst und Impfangebot gemacht
  • Mutterschutz-Beurteilung mit Regelung zum Immunstatus vorhanden
  • Wickeltische mit Aufstiegshilfe oder höhenverstellbar
  • Erwachsenengerechte Sitzmöglichkeiten in jedem Gruppenraum
  • Raumakustik in Gruppenräumen bewertet, Schallschutzmaßnahmen umgesetzt
  • Außengelände und Spielgeräte auf Stolperstellen und Schäden kontrolliert

Vorgehen

So erstellen Sie die GBU für Kita

  1. 1

    Räume und Bereiche erfassen

    Erfassen Sie Gruppenräume, Schlaf- und Wickelräume, Küche, Sanitärbereiche und Außengelände getrennt, da die Gefährdungen dort unterschiedlich sind.

  2. 2

    Infektionsschutz und Immunstatus klären

    Bewerten Sie Infektionsrisiken nach Altersgruppen der Kinder und klären Sie mit dem Betriebsarzt Impfangebote und Immunitätsnachweise.

  3. 3

    Lärm und Ergonomie bewerten

    Beobachten Sie typische Tagesabläufe und bewerten Sie Lautstärke, Heben, Wickeln und Sitzen auf Kindermobiliar.

  4. 4

    Mutterschutz vorab festlegen

    Legen Sie für jede Tätigkeit fest, unter welchen Bedingungen Schwangere sie weiter ausüben dürfen, und ergänzen Sie psychische Belastungen.

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Häufige Fragen

Fragen und Antworten zur Kita-GBU

Welche Berufsgenossenschaft ist für Kitas zuständig?

Die BGW (Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege) ist zuständig für Kitas, Kindergärten und andere soziale Einrichtungen.

Muss ich Infektionsrisiken in der GBU erfassen?

Ja. Infektionserkrankungen sind ein Hauptrisiko in Kitas. Der Hygieneplan und Schutzmaßnahmen müssen in der GBU dokumentiert werden.

Ist das Tool wirklich kostenlos?

Ja. Die erste GBU inklusive PDF-Download ist vollständig kostenlos — ohne Anmeldung. Mit einem kostenlosen Account können Sie bis zu 10 GBUs verwalten.

Kann ich die GBU selbst bearbeiten?

Ja. Alle Inhalte — ob aus Vorlagen oder KI-generiert — sind vollständig editierbar. Sie passen Gefährdungen, Maßnahmen und verantwortliche Personen direkt im Tool an.

Dürfen schwangere Erzieherinnen weiter Kinder betreuen?

Das hängt vom Immunstatus ab. Fehlt die Immunität gegen relevante Erreger wie Röteln, Ringelröteln, Windpocken oder Zytomegalie, ist die Betreuung bestimmter Altersgruppen häufig nicht ohne Einschränkungen möglich. Der Arbeitgeber muss dann nach MuSchG die Tätigkeit umgestalten oder einen anderen Einsatz prüfen, bevor ein betriebliches Beschäftigungsverbot ausgesprochen wird.

Wer ist bei Kita-Unfällen von Kindern versichert?

Kinder in Tageseinrichtungen sind nach § 2 SGB VII gesetzlich unfallversichert, und zwar über die Unfallkasse des jeweiligen Bundeslandes bzw. der Kommune, unabhängig von der Trägerschaft der Kita. Für die Beschäftigten ist dagegen je nach Träger die BGW oder eine Unfallkasse zuständig. Die Gefährdungsbeurteilung nach ArbSchG betrifft die Beschäftigten, die Sicherheit der Kinder regeln eigene Vorschriften.

Zuletzt fachlich aktualisiert am . Die Inhalte orientieren sich an den Vorgaben von BGW und den aktuellen DGUV-Regeln. Sie ersetzen nicht die Beurteilung der konkreten Arbeitsbedingungen in Ihrem Betrieb.

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Diese Vorlage ist konform mit den Anforderungen der BGW und basiert auf aktuellen DGUV-Regeln.