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Gefährdungsbeurteilung Einzelhandel — kostenlos erstellen

Der Einzelhandel beschäftigt über 3 Millionen Menschen in Deutschland. Nutzen Sie unsere branchenspezifischen Vorlagen oder erstellen Sie Ihre GBU mit KI-Unterstützung — Kassenarbeit, Heben, Überfall inklusive.

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Gefährdungsbeurteilung Einzelhandelnach § 5 ArbSchG · BGHW
  • Heben & TragenRisiko hoch

    Hubwagen, Sackkarren und Rollcontainer in ausreichender Zahl bereitstellen

  • Überfall & GewaltRisiko hoch

    Tresor mit Zeitverschluss, Kassenbestand durch regelmäßiges Abschöpfen gering halten

  • KassenarbeitsplatzRisiko mittel

    Kassentisch, Stuhl und Fußstütze einstellbar, Scanner im Greifraum anordnen

  • Stolper- & SturzgefahrRisiko mittel

    Sauberlaufzonen und rutschhemmende Beläge im Eingangs- und Frischebereich

Auszug aus der Vorlage · 6 Gefährdungen · 18 Schutzmaßnahmen

Überblick

Gefährdungsbeurteilung Einzelhandel: das Wichtigste in Kürze

Die Gefährdungsbeurteilung für den Einzelhandel muss der Arbeitgeber erstellen, in der Praxis meist Inhaber oder Filialleitung; sie erfasst alle Tätigkeiten von der Warenannahme über Regalpflege und Kasse bis zum Kundenkontakt, einschließlich der psychischen Belastung. Grundlage ist § 5 ArbSchG, die Dokumentation verlangt § 6 ArbSchG.

Typisch für den Handel ist das Nebeneinander sehr unterschiedlicher Arbeitsplätze unter einem Dach: Im Lager dominieren Lastenhandhabung, Rollcontainer und oft eine Kartonpresse, an der Kasse einseitige Haltungen, auf der Verkaufsfläche langes Stehen, Tritte und Kundenverkehr. Hinzu kommt das Thema Bargeld: Wo Geld gezählt, abgeschöpft oder abends abgerechnet wird, gehören Überfallprävention und die Betreuung Betroffener nach einem Vorfall in die Beurteilung.

Gleichartige Arbeitsplätze, etwa alle Kassen einer Filiale, dürfen gemeinsam beurteilt werden. Sonderbereiche wie Backstation, Frischetheke oder Getränkeabteilung sollten Sie gesondert betrachten.

Gefährdungen & Maßnahmen

Typische Gefährdungen: Einzelhandel

Die 6 wichtigsten Gefährdungen mit Risikoeinschätzung und Schutzmaßnahmen nach dem STOP-Prinzip. Diese Einträge sind in der Vorlage bereits vorbefüllt.
  1. Heben & Tragen

    Risiko hoch

    Warenlieferungen, Regale einräumen, Getränkekisten — schwere Lasten belasten Rücken und Gelenke.

    Maßnahmen: Hubwagen, Sackkarren und Rollcontainer in ausreichender Zahl bereitstellen · Schwere Ware in Griffhöhe lagern, Getränke palettiert anliefern lassen · Hebe- und Tragetechnik unterweisen, Lasten mit der Leitmerkmalmethode bewerten

  2. Kassenarbeitsplatz

    Risiko mittel

    Langes Sitzen, einseitige Armbewegungen, Bildschirmarbeit — ergonomische Kassengestaltung ist wichtig.

    Maßnahmen: Kassentisch, Stuhl und Fußstütze einstellbar, Scanner im Greifraum anordnen · Kassierzeiten mit Tätigkeiten auf der Verkaufsfläche abwechseln · Beschäftigte zur individuellen Einstellung des Kassenplatzes unterweisen

  3. Überfall & Gewalt

    Risiko hoch

    Raubüberfälle, aggressive Kunden — Sicherheitskonzepte und Notfallpläne sind vorgeschrieben.

    Maßnahmen: Tresor mit Zeitverschluss, Kassenbestand durch regelmäßiges Abschöpfen gering halten · Geldtransporte durch Dienstleister, keine festen Zeiten, Schließdienst nicht allein · Verhalten bei Überfällen trainieren, Nachsorge für Betroffene organisieren

  4. Stolper- & Sturzgefahr

    Risiko mittel

    Kartons, Paletten, nasse Eingangsbereiche — Ordnung und Verkehrswege sichern.

    Maßnahmen: Sauberlaufzonen und rutschhemmende Beläge im Eingangs- und Frischebereich · Verpackungsmaterial sofort entsorgen, Verkehrswege im Lager freihalten · Rutschhemmende, geschlossene Arbeitsschuhe für Lager und Warenannahme

  5. Langes Stehen

    Risiko mittel

    Stundenlang auf den Beinen — Steharbeitsplätze erfordern Stehhilfen, Matten und Pausenregelung.

    Maßnahmen: Ermüdungsarme Bodenmatten und Stehhilfen an festen Bedienplätzen · Sitzgelegenheiten für Pausen vorsehen, Wechsel zwischen Tätigkeiten einplanen · Stützendes, flaches Schuhwerk empfehlen

  6. Psychische Belastung

    Risiko mittel

    Kundenkontakt, Zeitdruck, Samstagsarbeit — psychische Gefährdungen sind auch im Verkauf zu beurteilen.

    Maßnahmen: Notrufmöglichkeit an der Kasse, gute Sicht zwischen Kassen und Fläche · Ausreichende Besetzung zu Stoßzeiten, Dienstpläne frühzeitig bekannt geben · Schulung zum Umgang mit schwierigen Kundinnen und Kunden anbieten

Rechtsgrundlagen

Warum der Einzelhandel eine GBU braucht

Mit über 3 Millionen Beschäftigten ist der Einzelhandel einer der größten Arbeitgeber in Deutschland. Die Gefährdungen reichen von Heben und Tragen schwerer Waren über einseitige Belastung an der Kasse bis hin zu Überfällen und Kundenaggressionen. Die BGHW (Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik) ist zuständig und fordert eine vollständige GBU. Fast keine kostenlosen, KI-basierten Lösungen decken diese Branche ab.
  • ArbSchGArbeitsschutzgesetz

    Verpflichtet zur Beurteilung aller Tätigkeiten einschließlich psychischer Belastung durch Kundenkontakt (§ 5), zur Dokumentation (§ 6) und zur Unterweisung (§ 12).

  • ArbStättVArbeitsstättenverordnung

    Fordert sichere Verkehrswege, rutschhemmende Fußböden und freie Fluchtwege auch in Lager und Verkaufsraum, konkretisiert u. a. in ASR A1.5 und ASR A1.8.

  • LasthandhabVLastenhandhabungsverordnung

    Verlangt, manuelle Lastenhandhabung bei Warenanlieferung und Verräumen zu beurteilen und möglichst durch Hilfsmittel zu vermeiden.

  • DGUV Vorschrift 25Überfallprävention

    Regelt technische und organisatorische Sicherungen für Betriebe, in denen Bargeld gehandhabt wird, etwa Kassen und Geldtransport.

  • BetrSichVBetriebssicherheitsverordnung

    Gilt für Arbeitsmittel wie Leitern, Hubwagen und Kartonpressen; Prüfart und Prüffristen sind vom Arbeitgeber festzulegen.

Checkliste

Checkliste für die Begehung: Einzelhandel

Diese Punkte sollten Sie vor Ort prüfen und in der Gefährdungsbeurteilung dokumentieren.
  • Fluchtwege und Notausgänge im Lager sind nicht mit Ware verstellt
  • Hubwagen und Rollcontainer sind funktionsfähig und in ausreichender Zahl vorhanden
  • Kassenstühle und Fußstützen lassen sich einstellen, Scanner liegt im Greifraum
  • Tresor mit Zeitverschluss ist vorhanden, Hinweis darauf ist sichtbar angebracht
  • Leitern und Tritte sind geprüft, beschädigte Exemplare aussortiert
  • An der Kartonpresse hängt eine Betriebsanweisung, Bedienpersonen sind unterwiesen
  • Sauberlaufmatten im Eingang liegen eben und ohne Stolperkanten
  • Für jede Schicht ist eine Ersthelferin oder ein Ersthelfer eingeteilt

Vorgehen

So erstellen Sie die GBU für Einzelhandel

  1. 1

    Filialbereiche abgrenzen

    Teilen Sie den Markt in Warenannahme und Lager, Verkaufsfläche, Kassenzone, Sonderbereiche wie Frischetheke sowie Büro und Sozialräume. Gleichartige Kassen- oder Regalarbeitsplätze fassen Sie zusammen.

  2. 2

    Lastenhandhabung erfassen

    Ermitteln Sie Liefermengen, typische Gewichte und Häufigkeiten beim Verräumen. Mit der Leitmerkmalmethode lässt sich bewerten, wo Hilfsmittel oder geänderte Abläufe nötig sind.

  3. 3

    Überfall- und Randzeitenrisiko bewerten

    Betrachten Sie Öffnungszeiten, Bargeldmengen, Abschöpf- und Schließabläufe sowie Situationen, in denen Beschäftigte allein im Markt sind.

  4. 4

    Team befragen, Maßnahmen festlegen

    Fragen Sie Beschäftigte nach Belastungen durch Kundenkontakt und Zeitdruck. Legen Sie Maßnahmen mit Verantwortlichen und Fristen fest und unterweisen Sie auch Aushilfen.

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Verwandte Vorlagen und Betriebsanweisungen

Häufige Fragen

Fragen und Antworten zur Einzelhandel-GBU

Welche Berufsgenossenschaft ist für den Einzelhandel zuständig?

Die BGHW (Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik) ist für den gesamten Einzel- und Großhandel zuständig.

Muss ich Überfallrisiken in der GBU erfassen?

Ja. Insbesondere bei Bargeldhandling, Spätöffnungszeiten und Alleinarbeit müssen Sicherheitsmaßnahmen gegen Überfälle dokumentiert werden.

Ist das Tool wirklich kostenlos?

Ja. Die erste GBU inklusive PDF-Download ist vollständig kostenlos — ohne Anmeldung. Mit einem kostenlosen Account können Sie bis zu 10 GBUs verwalten.

Kann ich die GBU selbst bearbeiten?

Ja. Alle Inhalte — ob aus Vorlagen oder KI-generiert — sind vollständig editierbar. Sie passen Gefährdungen, Maßnahmen und verantwortliche Personen direkt im Tool an.

Braucht jede Filiale eine eigene Gefährdungsbeurteilung?

Die Gefährdungsbeurteilung muss die tatsächlichen Bedingungen am jeweiligen Standort abbilden. Eine zentrale Muster-Beurteilung kann als Grundlage dienen, muss aber je Filiale um Grundriss, Lager, Öffnungszeiten und Personalbesetzung ergänzt werden. Die Filialleitung kann diese Aufgabe nach § 13 Abs. 2 ArbSchG schriftlich übertragen bekommen.

Müssen Minijobber und Schüleraushilfen unterwiesen werden?

Ja. Das Arbeitsschutzgesetz gilt für alle Beschäftigten, unabhängig vom Umfang der Beschäftigung; die Unterweisung erfolgt vor der ersten Schicht und wird dokumentiert. Für Jugendliche unter 18 Jahren schreibt das Jugendarbeitsschutzgesetz zusätzlich eine Wiederholung mindestens halbjährlich vor und schränkt gefährliche Arbeiten ein, etwa an Maschinen wie Kartonpressen.

Zuletzt fachlich aktualisiert am . Die Inhalte orientieren sich an den Vorgaben von BGHW und den aktuellen DGUV-Regeln. Sie ersetzen nicht die Beurteilung der konkreten Arbeitsbedingungen in Ihrem Betrieb.

Bewährt in BG-Prüfungen und Audits

4,8 von 5 aus verifizierten Bewertungen auf OMR Reviews

Kampf gegen Windmühlen in der Dokumentation gewinnen.

„Aufgrund der umfangreichen KI Unterstützung ist die Zeitersparnis bei den dokumentarischen Aufgaben des Arbeitsschutzes enorm. Es ist auch für Mitarbeitende mit wenig Erfahrung in diesen Bereichen leicht sich in dem Programm und mit den Themen zurechtzufinden.“
Lukas · Leitung ServiceabteilungNordWest Fahrzeugmanufaktur GmbH

AMS-Pro hat uns von Anfang an begeistert.

„Die kurze Einarbeitung hat uns schnell Ergebnisse gebracht. Das war dringend nötig. So konnten wir der Geschäftsführung zeigen, dass das die richtige Entscheidung war.“
Hans-Peter · Elektromeister und Betriebsleiter ElektroNordWest Fahrzeugmanufaktur GmbH

Fachlich und technisch gut umgesetzt!

„AMS wurde nicht von Entwicklern ohne fachlichen Bezug entwickelt, sondern hat mit Thomas Schweig einen Geschäftsführer, dessen Kerngeschäft stets die Arbeitssicherheit war/ist. Das spiegelt sich auch in der Software wider.“
Tobias · GeschäftsführerEXBERA

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Diese Vorlage ist konform mit den Anforderungen der BGHW und basiert auf aktuellen DGUV-Regeln.