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Gefährdungsbeurteilung Handwerk — kostenlos erstellen

Über 1 Million Handwerksbetriebe in Deutschland brauchen eine GBU. Nutzen Sie unsere branchenspezifischen Vorlagen oder erstellen Sie Ihre GBU mit KI-Unterstützung — von der Tischlerei bis zum Elektrobetrieb.

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Gefährdungsbeurteilung Handwerknach § 5 ArbSchG · je nach Gewerk (BG Bau, BG ETEM, BG Holz und Metall)
  • Maschinen & WerkzeugeRisiko hoch

    Schutzhauben, Spaltkeile und Not-Halt-Einrichtungen funktionsfähig halten

  • AbsturzgefahrRisiko hoch

    Gerüste oder Hubarbeitsbühnen statt Leitern bei längeren Arbeiten

  • Elektrische GefährdungenRisiko hoch

    Fehlerstromschutz an Baustromverteiler bzw. Steckdosen sicherstellen

  • GefahrstoffeRisiko mittel

    Lösemittelfreie oder emissionsarme Produkte einsetzen, Absaugung nutzen

Auszug aus der Vorlage · 6 Gefährdungen · 18 Schutzmaßnahmen

Überblick

Gefährdungsbeurteilung Handwerk: das Wichtigste in Kürze

Eine Gefährdungsbeurteilung muss jeder Handwerksbetrieb erstellen, sobald er Beschäftigte oder Auszubildende hat; sie umfasst Werkstatt und Montageeinsätze beim Kunden, also Maschinen, Gefahrstoffe, Lärm und Vibration, Arbeiten in der Höhe und elektrische Gefährdungen. Verantwortlich ist der Inhaber, unterstützt durch Fachkraft für Arbeitssicherheit und Betriebsarzt.

Typisch für das Handwerk ist der Wechsel zwischen fester Werkstatt und wechselnden Einsatzorten. Die Werkstatt lässt sich einmal gründlich beurteilen; für Kundenbaustellen braucht es zusätzlich eine kurze, auftragsbezogene Prüfung, etwa auf Asbest im Altbau oder fehlende Absturzsicherung.

Bei Gefahrstoffen verlangt die GefStoffV ein Gefahrstoffverzeichnis und eine Substitutionsprüfung. Viele Betriebe nutzen hier die Sicherheitsdatenblätter und Branchenlösungen ihrer Berufsgenossenschaft. Auszubildende unter 18 Jahren sind nach JArbSchG halbjährlich zu unterweisen, und gefährliche Arbeiten sind für sie nur eingeschränkt zulässig.

Gefährdungen & Maßnahmen

Typische Gefährdungen: Handwerk

Die 6 wichtigsten Gefährdungen mit Risikoeinschätzung und Schutzmaßnahmen nach dem STOP-Prinzip. Diese Einträge sind in der Vorlage bereits vorbefüllt.
  1. Maschinen & Werkzeuge

    Risiko hoch

    Kreissägen, Winkelschleifer, Bohrmaschinen — Handwerkzeuge und Maschinen erfordern regelmäßige Prüfung und Unterweisung.

    Maßnahmen: Schutzhauben, Spaltkeile und Not-Halt-Einrichtungen funktionsfähig halten · Maschinen nur nach Einweisung bedienen, Prüffristen dokumentieren · Schutzbrille und eng anliegende Kleidung, keine Handschuhe an rotierenden Teilen

  2. Gefahrstoffe

    Risiko mittel

    Lacke, Klebstoffe, Lösungsmittel, Stäube — Substitutionsprüfung und Schutzmaßnahmen nach GefStoffV sind Pflicht.

    Maßnahmen: Lösemittelfreie oder emissionsarme Produkte einsetzen, Absaugung nutzen · Gefahrstoffverzeichnis führen und Betriebsanweisungen aushängen · Schutzhandschuhe und Atemschutz passend zum Sicherheitsdatenblatt

  3. Lärm & Vibration

    Risiko mittel

    Schlagbohrer, Kompressoren, Sägen — Gehörschutz ist ab 80 dB(A) vorgeschrieben, viele Handwerkstätigkeiten liegen darüber.

    Maßnahmen: Leise und vibrationsgedämpfte Maschinen beschaffen · Lärmbereiche kennzeichnen, Einsatzzeiten vibrierender Geräte begrenzen · Gehörschutz ab 80 dB(A) bereitstellen, ab 85 dB(A) tragen

  4. Absturzgefahr

    Risiko hoch

    Leitern, Gerüste, erhöhte Arbeitsplätze — Arbeiten in der Höhe erfordern Sicherungsmaßnahmen.

    Maßnahmen: Gerüste oder Hubarbeitsbühnen statt Leitern bei längeren Arbeiten · Leitern vor Benutzung prüfen und nur für kurze Tätigkeiten einsetzen · Auffanggurt nur nach Unterweisung und mit geeignetem Anschlagpunkt

  5. Ergonomie

    Risiko mittel

    Schwere Lasten, Überkopfarbeiten, Knien — muskuloskelettale Belastungen sind im Handwerk besonders häufig.

    Maßnahmen: Hebehilfen, Transportwagen und Montagehilfen für Überkopfarbeiten nutzen · Schwere Teile zu zweit tragen, Tätigkeiten abwechseln · Knieschoner und Unterweisung zu belastungsarmen Arbeitshaltungen

  6. Elektrische Gefährdungen

    Risiko hoch

    Arbeiten an und mit elektrischen Anlagen — Stromschlag kann tödlich sein, DGUV Vorschrift 3 beachten.

    Maßnahmen: Fehlerstromschutz an Baustromverteiler bzw. Steckdosen sicherstellen · Arbeiten an Anlagen nur durch Elektrofachkräfte nach den fünf Sicherheitsregeln · Ortsveränderliche Geräte regelmäßig prüfen, beschädigte Leitungen sofort aussondern

Rechtsgrundlagen

Warum Handwerksbetriebe eine GBU brauchen

In Deutschland gibt es über 1 Million Handwerksbetriebe, die gesetzlich zur Gefährdungsbeurteilung verpflichtet sind. Studien zeigen, dass nur etwa 20 % der kleinen Handwerksbetriebe eine dokumentierte GBU haben. Dabei sind die Risiken gerade im Handwerk vielfältig: Maschinen, Werkzeuge, Gefahrstoffe, Lärm und wechselnde Einsatzorte erfordern eine systematische Beurteilung.
  • BetrSichVBetriebssicherheitsverordnung

    Verlangt Beurteilung, Prüfung und Unterweisung für Maschinen, Elektrowerkzeuge, Leitern und Hebezeuge.

  • GefStoffVGefahrstoffverordnung

    Fordert Gefahrstoffverzeichnis, Substitutionsprüfung und Betriebsanweisungen für Lacke, Kleber, Lösemittel und Stäube.

  • LärmVibrationsArbSchVLärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung

    Ab 80 dB(A) ist Gehörschutz bereitzustellen, ab 85 dB(A) muss er getragen werden.

  • TRGS 553 / TRGS 519Holzstaub / Asbest

    Konkretisieren Schutzmaßnahmen für Holzbearbeitung sowie für Arbeiten an asbesthaltigen Materialien.

  • JArbSchGJugendarbeitsschutzgesetz

    Begrenzt gefährliche Arbeiten für Jugendliche und verlangt halbjährliche Unterweisung.

Checkliste

Checkliste für die Begehung: Handwerk

Diese Punkte sollten Sie vor Ort prüfen und in der Gefährdungsbeurteilung dokumentieren.
  • Schutzeinrichtungen an Sägen, Schleifern und Pressen vorhanden und wirksam
  • Prüfplaketten an Elektrowerkzeugen und Verlängerungsleitungen aktuell
  • Gefahrstoffverzeichnis vollständig, Sicherheitsdatenblätter griffbereit
  • Absaugung an staubenden Maschinen in Betrieb
  • Leitern unbeschädigt, Prüfung dokumentiert
  • Gehörschutz in Lärmbereichen verfügbar und Bereiche gekennzeichnet
  • Auszubildende unter 18 halbjährlich unterwiesen
  • Erste-Hilfe-Material auch in Montagefahrzeugen vorhanden

Vorgehen

So erstellen Sie die GBU für Handwerk

  1. 1

    Werkstatt und Einsätze trennen

    Beurteilen Sie die feste Werkstatt einmal vollständig und erstellen Sie für Montage- und Kundeneinsätze ergänzende Beurteilungen nach Tätigkeitstyp.

  2. 2

    Maschinen und Stoffe inventarisieren

    Erfassen Sie alle Maschinen, Elektrowerkzeuge und Gefahrstoffe mit Prüffristen und Sicherheitsdatenblättern.

  3. 3

    Lärm und Staub bewerten

    Ermitteln Sie Lärm- und Vibrationswerte anhand von Herstellerangaben oder Messungen und prüfen Sie Staubquellen.

  4. 4

    Auftragsbezogen nachprüfen

    Klären Sie vor jedem Kundenauftrag Absturzstellen, Asbestverdacht und elektrische Gegebenheiten vor Ort.

Weiterlesen · Bau & Handwerk

Verwandte Vorlagen und Betriebsanweisungen

Häufige Fragen

Fragen und Antworten zur Handwerk-GBU

Braucht ein Ein-Mann-Betrieb auch eine GBU?

Sobald Sie Mitarbeiter beschäftigen — auch Aushilfen oder Auszubildende — ist eine GBU Pflicht. Als Soloselbstständiger ist sie empfohlen, aber nicht gesetzlich vorgeschrieben.

Welche Berufsgenossenschaft ist für mein Handwerk zuständig?

Das hängt vom Gewerk ab: BG Bau für Bauhandwerk, BG ETEM für Elektro, BG Holz und Metall für Tischlerei, Metallbau usw. AMS-Pro berücksichtigt die jeweiligen BG-Vorgaben.

Ist das Tool wirklich kostenlos?

Ja. Die erste GBU inklusive PDF-Download ist vollständig kostenlos — ohne Anmeldung. Mit einem kostenlosen Account können Sie bis zu 10 GBUs verwalten.

Kann ich die GBU selbst bearbeiten?

Ja. Alle Inhalte — ob aus Vorlagen oder KI-generiert — sind vollständig editierbar. Sie passen Gefährdungen, Maßnahmen und verantwortliche Personen direkt im Tool an.

Was muss im Gefahrstoffverzeichnis eines Handwerksbetriebs stehen?

Nach GefStoffV muss das Verzeichnis mindestens die Bezeichnung des Gefahrstoffs, seine Einstufung bzw. Gefährlichkeitsmerkmale, die verwendeten Mengenbereiche und die Arbeitsbereiche enthalten, in denen Beschäftigte damit umgehen. Es ist aktuell zu halten und mit den Sicherheitsdatenblättern zu verknüpfen. Für Stoffe mit nur geringer Gefährdung gelten Erleichterungen.

Dürfen Auszubildende unter 18 an der Kreissäge arbeiten?

Das JArbSchG verbietet Jugendlichen grundsätzlich gefährliche Arbeiten, lässt aber Ausnahmen zu, wenn dies zur Erreichung des Ausbildungsziels erforderlich ist, die Aufsicht durch eine fachkundige Person gewährleistet ist und der Schutz durch geeignete Maßnahmen sichergestellt wird. Diese Bedingungen sollten in der Gefährdungsbeurteilung für die jeweilige Maschine festgehalten werden.

Zuletzt fachlich aktualisiert am . Die Inhalte orientieren sich an den Vorgaben von je nach Gewerk (BG Bau, BG ETEM, BG Holz und Metall) und den aktuellen DGUV-Regeln. Sie ersetzen nicht die Beurteilung der konkreten Arbeitsbedingungen in Ihrem Betrieb.

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Kampf gegen Windmühlen in der Dokumentation gewinnen.

„Aufgrund der umfangreichen KI Unterstützung ist die Zeitersparnis bei den dokumentarischen Aufgaben des Arbeitsschutzes enorm. Es ist auch für Mitarbeitende mit wenig Erfahrung in diesen Bereichen leicht sich in dem Programm und mit den Themen zurechtzufinden.“
Lukas · Leitung ServiceabteilungNordWest Fahrzeugmanufaktur GmbH

AMS-Pro hat uns von Anfang an begeistert.

„Die kurze Einarbeitung hat uns schnell Ergebnisse gebracht. Das war dringend nötig. So konnten wir der Geschäftsführung zeigen, dass das die richtige Entscheidung war.“
Hans-Peter · Elektromeister und Betriebsleiter ElektroNordWest Fahrzeugmanufaktur GmbH

Fachlich und technisch gut umgesetzt!

„AMS wurde nicht von Entwicklern ohne fachlichen Bezug entwickelt, sondern hat mit Thomas Schweig einen Geschäftsführer, dessen Kerngeschäft stets die Arbeitssicherheit war/ist. Das spiegelt sich auch in der Software wider.“
Tobias · GeschäftsführerEXBERA

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Diese Vorlage ist konform mit den Anforderungen der je nach Gewerk (BG Bau, BG ETEM, BG Holz und Metall) und basiert auf aktuellen DGUV-Regeln.