Kostenlose PSA gegen Absturz-Betriebsanweisung · DGUV-konform

Betriebsanweisung PSA gegen Absturz — kostenlose Vorlage

Eine fertige, DGUV-konforme Betriebsanweisung für die persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (Auffanggurt, Verbindungsmittel, Anschlageinrichtung). Direkt lesen, als PDF herunterladen oder mit KI an Ihren Betrieb anpassen.

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Betriebsanweisung · PSAPSA gegen Absturz
  1. 1.Anwendungsbereich
  2. 2.Gefahren für Mensch und Umwelt
  3. 3.Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln
  4. 4.Verhalten bei Störungen
  5. 5.Verhalten bei Unfällen — Erste Hilfe
  6. 6.Instandhaltung und Entsorgung
Baustelle / Dach / Gerüst / Silo · Arbeiten mit persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) — Auffanggurt, Verbindungsmittel mit Falldämpfer und Anschlageinrichtung

Überblick

Betriebsanweisung PSA gegen Absturz: das Wichtigste in Kürze

Wer Beschäftigte mit persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz arbeiten lässt, muss eine schriftliche Betriebsanweisung erstellen, anhand dieser unterweisen und vor Arbeitsbeginn ein Rettungskonzept festlegen. Die Anweisung beschreibt, wann PSAgA überhaupt eingesetzt werden darf, wie Auffanggurt, Verbindungsmittel und Anschlagpunkt richtig verwendet werden und was nach einem Sturz zu tun ist.

PSAgA ist die letzte Stufe im STOP-Prinzip und schützt nur, wenn mehrere Bedingungen zugleich stimmen: ein tragfähiger Anschlagpunkt, ausreichender Sturzraum und eine Rettung, die innerhalb kürzester Zeit möglich ist. Weil es sich um Ausrüstung gegen tödliche Gefahren handelt, verlangt die PSA-Benutzungsverordnung zusätzlich praktische Übungen; das bloße Vorlesen der Anweisung genügt nicht.

Ergänzen Sie die Vorlage um Ihre Ausrüstung, die zugelassenen Anschlageinrichtungen und das konkrete Rettungsgerät.

Die Vorlage

Vollständige Betriebsanweisung PSA gegen Absturz

Sofort einsatzbereit: lesen, als PDF herunterladen und am Arbeitsplatz aushängen.
PSA

Betriebsanweisung PSA gegen Absturz

Arbeitsbereich:Baustelle / Dach / Gerüst / SiloTätigkeit:Arbeiten mit persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) — Auffanggurt, Verbindungsmittel mit Falldämpfer und Anschlageinrichtung

1. Anwendungsbereich

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Diese Betriebsanweisung gilt für den Einsatz der persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) — bestehend aus Auffanggurt, Verbindungsmittel mit Falldämpfer und Anschlageinrichtung — bei Arbeiten mit Absturzgefahr, wenn kein kollektiver Seitenschutz (z. B. Geländer, Gerüst) möglich ist.

Sie ist von allen Beschäftigten zu beachten, die PSAgA benutzen. Vor der ersten Benutzung ist eine Unterweisung nach DGUV Regel 112-198 sowie eine praktische Übung durchzuführen.

2. Gefahren für Mensch und Umwelt

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  • Absturz aus der Höhe bei Arbeiten ohne kollektiven Seitenschutz
  • Pendelsturz und Anprall an Bauteile, Gerüste oder Kanten während des Sturzes
  • Aufprall auf tieferliegende Ebenen bei zu langem Verbindungsmittel oder zu geringem Sturzraum
  • Versagen der Ausrüstung durch beschädigtes, falsch kombiniertes oder abgelaufenes Material
  • Ungeeigneter oder fehlender Anschlagpunkt ohne ausreichende Tragfähigkeit
  • Hängetrauma (orthostatischer Schock) durch regungsloses Hängen im Gurt nach dem Auffangen

3. Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln

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  • PSAgA nur einsetzen, wenn technische und organisatorische Schutzmaßnahmen (Geländer, Seitenschutz, Gerüst) nicht möglich sind (STOP-Prinzip)
  • Tragfähigen Anschlagpunkt möglichst oberhalb des Benutzers wählen und vor Gebrauch prüfen
  • Vor jeder Benutzung eine Sichtprüfung von Gurt, Verbindungsmittel, Falldämpfer und Karabinerhaken durchführen
  • Auffanggurt korrekt anlegen und alle Gurtbänder passend einstellen
  • Sturzraum und lichte Höhe unter dem Anschlagpunkt vor Arbeitsbeginn berechnen und freihalten
  • PSAgA nur von unterwiesenen Personen benutzen lassen
  • Ein Rettungskonzept mit schneller Rettung (innerhalb wenigst möglicher Zeit) muss vor Arbeitsbeginn vorliegen
  • Ablegereife beachten — beschädigte oder gealterte Ausrüstung sofort aussondern

4. Verhalten bei Störungen

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  • Bei Beschädigungen, Verformungen oder Auffälligkeiten an Gurt, Seil oder Anschlageinrichtung die Ausrüstung sofort außer Betrieb nehmen und kennzeichnen
  • Ausrüstung nach einem Sturz (Falldämpfer ausgelöst) nicht weiter verwenden — der Benutzung entziehen
  • Reparaturen und Änderungen an der PSAgA sind nicht zulässig — nur der Hersteller oder eine befähigte Person darf prüfen
  • Vorgesetzte informieren

5. Verhalten bei Unfällen — Erste Hilfe

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  • Ruhe bewahren, Unfallstelle sichern und Rettungskonzept sofort einleiten
  • Aufgefangene Person so schnell wie möglich aus dem Gurt retten — Hängetrauma droht bereits nach wenigen Minuten
  • Betroffene Person nicht flach hinlegen (Gefahr des Bergungstods) — nach der Rettung in aufrechter oder hockender Position lagern
  • Erste Hilfe leisten; Ersthelfer und Notruf 112 verständigen
  • Jeden Unfall dem Vorgesetzten melden und in das Verbandbuch eintragen

6. Instandhaltung und Entsorgung

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  • PSAgA mindestens jährlich durch eine befähigte Person nach DGUV Regel 112-198/199 prüfen lassen und Prüfergebnis dokumentieren
  • Ausrüstung trocken, staubfrei und vor UV-Strahlung geschützt lagern
  • Verschmutzte Gurte nur mit milden Reinigungsmitteln nach Herstellerangabe reinigen
  • Ausgesonderte, ablegereife oder nach einem Sturz belastete PSAgA fachgerecht entsorgen und nicht weiterverwenden

Gefährdungen

Diese Risiken deckt die Betriebsanweisung PSA gegen Absturz ab

  1. Absturz aus der Höhe

    Ohne kollektiven Seitenschutz führt ein Ausrutschen oder Stolpern zum ungesicherten Sturz.

  2. Pendelsturz und Anprall

    Seitliches Auspendeln beim Sturz lässt den Körper gegen Bauteile oder Gerüste schlagen.

  3. Zu großer Sturzraum

    Ein zu langes Verbindungsmittel führt zum Aufprall auf eine tieferliegende Ebene.

  4. Versagen der Ausrüstung

    Beschädigtes oder falsch kombiniertes Material hält den Sturz nicht sicher ab.

  5. Ungeeigneter Anschlagpunkt

    Ein nicht tragfähiger oder fehlender Anschlagpunkt gibt unter Belastung nach.

  6. Hängetrauma nach dem Auffangen

    Regungsloses Hängen im Gurt führt ohne schnelle Rettung zum orthostatischen Schock.

Rechtsgrundlagen

Warum eine Betriebsanweisung für PSA gegen Absturz Pflicht ist

Absturzunfälle zählen zu den häufigsten Ursachen für schwere und tödliche Arbeitsunfälle. Wird PSA gegen Absturz falsch benutzt, versagt sie im Ernstfall oder führt nach dem Auffangen zum lebensbedrohlichen Hängetrauma. Nach §12 ArbSchG, der PSA-Benutzungsverordnung (PSA-BV) sowie der DGUV Regel 112-198 (Benutzung von PSA gegen Absturz) und DGUV Regel 112-199 (Retten von Personen aus Höhen und Tiefen) muss der Arbeitgeber eine schriftliche Betriebsanweisung erstellen, ein Rettungskonzept vorhalten und die Beschäftigten anhand dieser unterweisen — arbeitsplatz- und tätigkeitsbezogen sowie in verständlicher Sprache.
  • PSA-BVPSA-Benutzungsverordnung

    Verlangt eine Unterweisung in die sachgerechte Benutzung und bei PSA gegen tödliche Gefahren zusätzlich Übungen.

  • DGUV Regel 112-198Benutzung von persönlichen Schutzausrüstungen gegen Absturz

    Beschreibt Auswahl, Benutzung, Sturzraum, Prüfung und Ablegereife der Ausrüstung.

  • DGUV Regel 112-199Retten aus Höhen und Tiefen mit persönlichen Absturzschutzausrüstungen

    Legt fest, wie Rettungskonzept und Rettungsausrüstung für aufgefangene Personen vorzuhalten sind.

  • ArbSchGArbeitsschutzgesetz

    §12 fordert eine arbeitsplatzbezogene Unterweisung, hier mit Bezug auf die konkreten Anschlagpunkte und Absturzkanten.

Unterweisung

Checkliste für die Unterweisung: PSA gegen Absturz

Die Betriebsanweisung ist Grundlage der Unterweisung. Diese Punkte sollten Sie dabei abdecken und dokumentieren.
  • Auffanggurt anlegen, einstellen und im Partnercheck kontrollieren
  • Anschlagpunkt: Tragfähigkeit und Lage möglichst oberhalb erklären
  • Erforderlichen Sturzraum am konkreten Arbeitsplatz gemeinsam ermitteln
  • Bei horizontaler Anwendung nur kantengeprüfte Verbindungsmittel verwenden
  • Verbindungsmittel nicht verknoten, kürzen oder eigenmächtig verlängern
  • Rettung mit dem vorhandenen Rettungsgerät praktisch üben
  • Hängetrauma erklären und Lagerung nach der Rettung zeigen
  • Prüfkennzeichnung und Ablegereife an Gurt und Falldämpfer erkennen

Vorgehen

Vom Download zum Aushang in 4 Schritten

  1. 1

    Ausrüstung und Anschlagpunkte eintragen

    Ergänzen Sie Hersteller und Typ von Gurt, Verbindungsmittel oder Höhensicherungsgerät sowie die am Objekt zugelassenen Anschlageinrichtungen.

  2. 2

    An der PSA-Ausgabe aushängen

    Hängen Sie die Anweisung dort aus, wo die Ausrüstung ausgegeben und gelagert wird, und legen Sie eine Kopie in die Baustellenmappe.

  3. 3

    Rettungskonzept anfügen

    Halten Sie fest, wer mit welchem Rettungsgerät rettet, wie schnell die Rettung erfolgen kann und welche Zufahrt der Rettungsdienst nutzt.

  4. 4

    Übung durchführen und dokumentieren

    Führen Sie Anlegen und Rettung praktisch durch und dokumentieren Sie Übung und Unterweisung mit Datum, Inhalt und Unterschrift.

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Häufige Fragen

Fragen und Antworten zur Betriebsanweisung PSA gegen Absturz

Ist eine Betriebsanweisung für PSA gegen Absturz Pflicht?

Ja. Für den Einsatz persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz schreiben §12 ArbSchG und die PSA-Benutzungsverordnung (PSA-BV) eine schriftliche, arbeitsplatzbezogene Betriebsanweisung vor. Die Beschäftigten müssen anhand dieser unterwiesen werden.

Was muss in der Betriebsanweisung PSA gegen Absturz stehen?

Anwendungsbereich, Gefahren für Mensch und Umwelt, Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln, Verhalten bei Störungen, Verhalten bei Unfällen (Erste Hilfe) sowie Instandhaltung und Entsorgung. Diese Vorlage enthält alle Abschnitte bereits ausgefüllt.

Warum ist eine schnelle Rettung nach einem Sturz so wichtig?

Hängt eine Person nach dem Auffangen regungslos im Gurt, droht bereits nach wenigen Minuten ein lebensbedrohliches Hängetrauma (orthostatischer Schock). Nach DGUV Regel 112-199 muss deshalb vor Arbeitsbeginn ein Rettungskonzept für die schnelle Rettung vorliegen.

Kann ich die Betriebsanweisung kostenlos als PDF herunterladen?

Ja. Sie können die fertige Vorlage direkt als PDF herunterladen. Optional lässt sich ein Unterweisungsnachweis mit Unterschriftenzeilen anhängen.

Wie wird der erforderliche Sturzraum ermittelt?

Der Sturzraum ergibt sich aus der Länge des Verbindungsmittels, dem Auslöseweg des Falldämpfers, der Körpergröße bzw. Lage der Auffangöse und einem Sicherheitsabstand. Die maßgeblichen Werte stehen in der Gebrauchsanleitung des Herstellers, das Vorgehen beschreibt die DGUV Regel 112-198. Reicht der Raum nicht aus, ist ein Höhensicherungsgerät oder ein Rückhaltesystem zu prüfen.

Dürfen Bestandteile verschiedener Hersteller kombiniert werden?

Nur, wenn die Gebrauchsanleitungen der beteiligten Komponenten diese Kombination zulassen. Gurt, Verbindungsmittel, Falldämpfer und Anschlageinrichtung wirken als System, und nicht abgestimmte Teile können im Sturzfall versagen. Legen Sie in der Betriebsanweisung fest, welche Kombinationen im Betrieb freigegeben sind.

Zuletzt fachlich aktualisiert am . Die Inhalte orientieren sich an den Vorgaben von BG BAU (DGUV Regel 112-198/199) und den aktuellen DGUV-Regeln. Sie ersetzen nicht die Beurteilung der konkreten Arbeitsbedingungen in Ihrem Betrieb.

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