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Gefährdungsbeurteilung Gastronomie — kostenlos erstellen

Gastronomie und Restaurants haben spezielle Risiken. Nutzen Sie unsere branchenspezifischen Vorlagen oder erstellen Sie Ihre GBU mit KI-Unterstützung — Küche, Service, Hygiene, alles abgedeckt.

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Gefährdungsbeurteilung Gastronomienach § 5 ArbSchG · BGN
  • Hitze & VerbrennungenRisiko hoch

    Fritteusen mit Temperaturbegrenzer und Deckel, Topfgriffe nicht über Herdkante

  • Schnitt- & StichgefahrRisiko hoch

    Aufschnittmaschinen mit Restschneidehalter und Schutzeinrichtungen benutzen

  • Rutsch- & SturzgefahrRisiko hoch

    Rutschhemmende Bodenbeläge passend zum Bereich verlegen

  • Schichtarbeit & ArbeitszeitRisiko mittel

    Dienstpläne frühzeitig festlegen, Ruhezeiten und Pausen einhalten

Auszug aus der Vorlage · 6 Gefährdungen · 18 Schutzmaßnahmen

Überblick

Gefährdungsbeurteilung Gastronomie: das Wichtigste in Kürze

Die Gefährdungsbeurteilung in der Gastronomie muss der Betreiber von Restaurant, Café, Kantine oder Imbiss erstellen; sie erfasst Küche, Gastraum, Schankanlage, Lager und Spülbereich mit Verbrennungs-, Schnitt- und Rutschgefahren, Gefahrstoffen aus Reinigung, Arbeitszeitbelastung und dem Umgang mit Gästen. Pflicht ist sie ab dem ersten Beschäftigten, auch bei Aushilfen.

Typisch für Gastronomiebetriebe ist die Kombination vieler Arbeitsmittel auf engem Raum unter Zeitdruck: Fritteuse, Aufschnittmaschine, Kombidämpfer und Spülmaschine werden oft von wechselndem Personal bedient. Unterweisungen müssen daher auch für Saisonkräfte und Minijobber vor dem ersten Einsatz stattfinden.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen Fettbrände, für die Feuerlöscher der Brandklasse F bereitstehen sollten, und CO₂-Schankanlagen in Kellern, bei denen ausströmendes Gas erstickend wirken kann. Für Jugendliche gelten im Gastgewerbe eigene Arbeitszeitgrenzen nach JArbSchG. Lebensmittelhygiene nach HACCP ersetzt die Gefährdungsbeurteilung nicht.

Gefährdungen & Maßnahmen

Typische Gefährdungen: Gastronomie

Die 6 wichtigsten Gefährdungen mit Risikoeinschätzung und Schutzmaßnahmen nach dem STOP-Prinzip. Diese Einträge sind in der Vorlage bereits vorbefüllt.
  • Hitze & Verbrennungen

    Risiko hoch

    Herdplatten, Friteusen, Backöfen — Kontakt mit heißen Oberflächen ist die häufigste Verletzungsursache in der Gastronomie.

    • Fritteusen mit Temperaturbegrenzer und Deckel, Topfgriffe nicht über Herdkante
    • Heiße Speisen und Fett nur abgekühlt umfüllen oder transportieren
    • Hitzeschutzhandschuhe und lange Ärmel in der Küche tragen
  • Schnitt- & Stichgefahr

    Risiko hoch

    Messer, Aufschnittmaschinen, zerbrochenes Glas — scharfe Gegenstände erfordern Schnittschutz und Unterweisung.

    • Aufschnittmaschinen mit Restschneidehalter und Schutzeinrichtungen benutzen
    • Messer in Messerblöcken aufbewahren, nie im Spülwasser ablegen
    • Schnittschutzhandschuhe beim Reinigen von Maschinen und Ausbeinen
  • Rutsch- & Sturzgefahr

    Risiko hoch

    Fett, Wasser, Speisereste — rutschhemmende Böden und Schuhe sind Pflicht in Küche und Gastraum.

    • Rutschhemmende Bodenbeläge passend zum Bereich verlegen
    • Verschüttetes sofort entfernen, Reinigungsplan mit geeigneten Reinigungsmitteln
    • Geschlossene Arbeitsschuhe mit rutschhemmender Sohle tragen
  • Schichtarbeit & Arbeitszeit

    Risiko mittel

    Lange Abendschichten, Wochenendarbeit, unregelmäßige Pausen — Arbeitszeitbelastung ist ein zentrales Thema.

    • Dienstpläne frühzeitig festlegen, Ruhezeiten und Pausen einhalten
    • Arbeitszeiten erfassen, Jugendschutzgrenzen bei Abendschichten beachten
    • Schwierige Gästesituationen in Unterweisung und Teambesprechung thematisieren
  • Hygiene & Infektionen

    Risiko mittel

    Rohes Fleisch, verdorbene Lebensmittel — HACCP-Konzept und Hygieneschulung sind vorgeschrieben.

    • Handwaschbecken mit Seife und Einmalhandtüchern im Küchenbereich
    • HACCP-Eigenkontrollen und Belehrung nach § 43 IfSG dokumentieren
    • Hautschutzplan für Feuchtarbeit und Reinigungsmittel aufstellen
  • Physische Belastung

    Risiko mittel

    Langes Stehen, schwere Tabletts und Töpfe — ergonomische Maßnahmen und Pausen reduzieren Beschwerden.

    • Transportwagen für Getränkekisten und Töpfe einsetzen
    • Arbeitshöhen von Arbeitsflächen anpassen, Stehhilfen bereitstellen
    • Schwere Lasten zu zweit tragen, Pausen zum Sitzen ermöglichen

Rechtsgrundlagen

Warum Gastronomiebetriebe eine GBU brauchen

Mit über 230.000 Gastronomiebetrieben in Deutschland — die meisten Kleinbetriebe — ist der Bedarf an einfachen GBU-Lösungen enorm. In Küche und Service arbeiten Menschen unter Zeitdruck mit heißen Oberflächen, scharfen Messern und auf nassen Böden. Verbrennungen, Schnittverletzungen und Stürze sind an der Tagesordnung. Die BGN fordert eine vollständige GBU — zusätzlich gelten HACCP-Anforderungen.
  • ArbStättV / ASR A1.5Fußböden

    Fordert rutschhemmende Böden, deren Bewertungsgruppe sich nach dem Arbeitsbereich wie Küche oder Spülküche richtet.

  • ASR A2.2Maßnahmen gegen Brände

    Regelt die Ausstattung mit Feuerlöschern, in Küchen mit Fettbrandgefahr auch der Brandklasse F.

  • BetrSichVBetriebssicherheitsverordnung

    Gilt für Aufschnittmaschinen, Fritteusen, Kombidämpfer, Spülmaschinen und Getränkeschankanlagen.

  • JArbSchGJugendarbeitsschutzgesetz

    Erlaubt Jugendlichen über 16 Jahren im Gaststättengewerbe Arbeit bis 22 Uhr und begrenzt gefährliche Tätigkeiten.

  • IfSG § 43Infektionsschutzgesetz

    Verlangt eine Erstbelehrung vor Tätigkeitsbeginn und wiederkehrende Belehrungen durch den Arbeitgeber.

Checkliste

Checkliste für die Begehung: Gastronomie

Diese Punkte sollten Sie vor Ort prüfen und in der Gefährdungsbeurteilung dokumentieren.
  • Feuerlöscher der Brandklasse F in der Küche vorhanden und geprüft
  • Fritteusen, Aufschnittmaschinen und Kombidämpfer mit funktionierenden Schutzeinrichtungen
  • Bodenbeläge in Küche und Spülbereich rutschhemmend und unbeschädigt
  • CO₂-Flaschen gesichert, Kellerraum belüftet oder mit Gaswarnanlage
  • Belehrung nach § 43 IfSG für alle Küchenkräfte dokumentiert
  • Betriebsanweisungen für Reinigungs- und Desinfektionsmittel ausgehängt
  • Erste-Hilfe-Material mit Brandwundenversorgung griffbereit
  • Arbeitszeiten von Jugendlichen und Aushilfen geprüft

Vorgehen

So erstellen Sie die GBU für Gastronomie

  1. 1

    Bereiche des Betriebs aufteilen

    Gliedern Sie den Betrieb in Küche, Spülküche, Gastraum, Theke mit Schankanlage, Lager und Kühlräume und beurteilen Sie jeden Bereich gesondert.

  2. 2

    Geräte und Reinigungsmittel erfassen

    Listen Sie alle Küchengeräte und eingesetzten Reinigungs- und Desinfektionsmittel mit Betriebsanweisungen und Prüffristen auf.

  3. 3

    Stoßzeiten beobachten

    Beurteilen Sie Abläufe während des Hauptgeschäfts, wenn Zeitdruck, nasse Böden und enge Laufwege zusammenkommen.

  4. 4

    Aushilfen einbeziehen

    Legen Sie fest, welche Geräte Aushilfen und Jugendliche bedienen dürfen, und unterweisen Sie sie vor dem ersten Einsatz.

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Häufige Fragen

Fragen und Antworten zur Gastronomie-GBU

Was muss in einer GBU für die Gastronomie stehen?

Hitzearbeitsplätze, scharfe Gegenstände, Rutschgefahren, Hygienemaßnahmen, Schichtarbeit, psychische Belastung und alle eingesetzten Arbeitsmittel.

Brauche ich als Kleinbetrieb auch eine GBU?

Ja. Jeder Arbeitgeber ist verpflichtet — unabhängig von der Betriebsgröße. Auch ein Restaurant mit zwei Mitarbeitern braucht eine dokumentierte Gefährdungsbeurteilung.

Ist das Tool wirklich kostenlos?

Ja. Die erste GBU inklusive PDF-Download ist vollständig kostenlos — ohne Anmeldung. Mit einem kostenlosen Account können Sie bis zu 10 GBUs verwalten.

Kann ich die GBU selbst bearbeiten?

Ja. Alle Inhalte — ob aus Vorlagen oder KI-generiert — sind vollständig editierbar. Sie passen Gefährdungen, Maßnahmen und verantwortliche Personen direkt im Tool an.

Welchen Feuerlöscher braucht eine Gastronomieküche?

Für Fettbrände an Fritteusen und Pfannen sind Feuerlöscher der Brandklasse F vorzusehen, da Wasser oder ungeeignete Löschmittel eine Fettexplosion auslösen können. Die Gesamtausstattung des Betriebs mit Feuerlöschern richtet sich nach ASR A2.2. Beschäftigte sollten im Umgang mit dem Löscher und dem Abdecken brennender Fritteusen unterwiesen werden.

Wie lange dürfen Jugendliche in der Gastronomie arbeiten?

Jugendliche über 16 Jahren dürfen im Gaststättengewerbe nach JArbSchG bis 22 Uhr beschäftigt werden, in mehrschichtigen Betrieben gelten teilweise längere Grenzen. Die tägliche Arbeitszeit ist grundsätzlich auf acht Stunden begrenzt, und nach Arbeitsende ist eine ununterbrochene Freizeit von mindestens zwölf Stunden einzuhalten. Diese Grenzen sollten in Dienstplan und Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt werden.

Zuletzt fachlich aktualisiert am . Die Inhalte orientieren sich an den Vorgaben von BGN und den aktuellen DGUV-Regeln. Sie ersetzen nicht die Beurteilung der konkreten Arbeitsbedingungen in Ihrem Betrieb.

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Diese Vorlage ist konform mit den Anforderungen der BGN und basiert auf aktuellen DGUV-Regeln.